Erstellt von karin am Samstag 23. Mai 2009
Grillo. Ein Name der im Revier vielerorts anzutreffen ist: Von Grilloparks über Grillowerke und Grilloschächten bis hin zum Grillo-Theater in Essen und Grillostraßen in Bochum, Castrop-Rauxel, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Kamen, Oberhausen, Recklinghausen und Unna.
Wer oder was verbirgt sich nun hinter dem mysteriösen und doch so allgegenwärtigen Grillo? - Eine der einflussreichsten Unternehmerfamilien im Ruhrgebiet, wenn sie sich auch was den Bekanntheitsgrad angeht, nicht mit den Thyssens oder Krupps messen kann.
Die Urahnen kamen ursprünglich aus dem Veltlin in Oberitalien. In der Region um Unna wird 1765 erstmals ein Franz-Georg Grillo im Revier dokumentiert. Sein Sohn Theodor wird in Essen als Eisenwarenhändler, als Miteigentümer kleiner Kohlenzechen und als Stadtrat rasch zu einem geachteten Mitglied der Gesellschaft aufsteigen. Zwei von Theodor Grillos Enkeln wird es schließlich gelingen, dass der Name Grillo heute im Ruhrgebiet an so vielen Stellen präsent sind. Einer von ihnen wird Namensgeber des Essener “Grillo-Theaters” und zu ihm möchten wir an dieser Stelle ein bisschen Licht ins Dunkle bringen.
Der 1825 geborene Friedrich Grillo macht sich früh einen Namen als rastloser Gründer im gesamten Ruhrgebiet und ist - wie sollte es anders sein - vor allem im Bergbau aktiv. Er verkörpert voll und ganz jenen Unternehmertypus, den man mit den „Gründerjahren“ verbindet. Zur Finanzierung seiner Unternehmungen beteiligt er sich auch an der Gründung einer Bank - die „Essener Creditanstalt“ geht später in der Deutschen Bank auf.
Grillo ist jedoch kein Unternehmer, der als Firmenpatriarch persönlich Verantwortung für das Wachstum seiner Werke übernimmt. Wenn er einen geschäftlichen Vorteil wittert, verkauft er ohne Bedenken, um ein neues lukrativeres Geschäft zu beginnen. Keine der Zechen, an der zeitweise beteiligt war, arbeitet unter seinem Namen weiter. Nur die Schächte „Fritz“ in Altenessen und „Grillo I-III“ des Kamener Bergwerks Monopol tragen seinen Namen.
Mit einigem Recht lässt sich jedoch sagen, dass Friedrich Grillo der Mann ist, der Schalke – als Stadt – „gemacht“ hat. Denn er ist Mitbegründer vieler Unternehmen, die Schalke zu dem machen, was es heute ist und kümmerte sich auch engagiert um die Infrastruktur.
Selbstverständlich war Grillo wie viele seiner Zeitgenossen als Mäzen der schönen Künste aktiv. Was er im Oktober 1887 verkündet, übersteigt jedoch sein bisher gewohntes Engagement. Er will Essen ein Theater schenken.
Allerdings stirbt er, bevor die Schenkung für den Musentempel rechtlich wirksam ist. Seine Frau Wilhelmine Grillo lässt die Ankündigung ihres verstorbenen Gatten doch noch wahr werden und setzt auch eigenes Vermögen dafür ein.
Lange Zeit hieß der Bau “das Theater” oder “die Oper”. Der Name “Grillo-Theater” bürgert sich erst ein, als 1988 für die Oper das „Aalto-Theater“ entsteht.
Abgelegt unter Aktuelles, Ruhr Unternehmer, Top Ten | Keine Kommentare »
Erstellt von karin am Montag 27. April 2009
Um „jede Menge Kohle” drehte sich im Revier im letzten Jahrhundert jahrzehntelang alles. Aber das „war nur ein Wimpernschlag der Zeitgeschichte”, sagen Ursula Commandeur, Kersten und Matthias Grosche. Genau aus diesem Grund sind sie auf der Suche nach neuen Geschichten aus den Zeiten vor und nach dem Bergbau - und zwar in ungewöhnlichen Gewändern. Für die Kulturhauptstadt 2010 sollen 20 deutsche und zehn internationale Künstler aus unterschiedlichen Genres ihre Visionen visualisieren. Von Installationen und Malerei über Fotografie und Zeichnungen bis hin zu Keramik und Schmuck: alle Medien und Materialien können verwendet weden.
Die spannenden Resultate, die dabei erzielt werden, erblicken voraussichtlich das Licht der breiten Öffentlichkeit bei der „Local-Hero-Woche”, die in Castrop-Rauxel vom 4. bis 10. Juli 2010 geplant ist.
Das Projekt des Trios Commandeur, Grosche und Grosche mit dem Titel „ . . . im Flug vergangen” ist von der Ruhr 2010 offiziell anerkannt und ein Teil des Twins-Projekt der Kulturhauptstadt. Bis zur offiziellen Präsentation kommt nun erstmal jede Menge Arbeit auf die drei zu. Erste Namen von beteiligten Künstlern aus der Regionwurden jedenfalls schon genannt: der Bochumer Jochem Ahmann, die Installationskünstlerin Danuta Karsten und der Essener Fotograf Andreas Teichmann.
Auf der Suche nach künstlerischen Partnern zieht es das Trio auch in weitere ehemalige Bergarbeiterregionen Europas wie Polen, Belgien und England. Ungeachtet der Schwierigkeiten, die es bei diesem Ziel zu bewältigen gilt.
Als verbindendes Element der Aktion wird die Brieftaube fungieren. Goldschmiedemeister Matthias Grosche hatte schon den Taubenring zur Kulturhauptstadt kreiert. Ein weiterer für die weltweiten Kulturträger ist in Planung.
Die gefiederten Friedenssymbole werden schließlich zu Hauptakteuren der Aktion. Selbstverständlich wird Matthias Grosche auch für sie Ringe entwerfen. Per Chip - sicher verpackt in einem kleinen Rucksack - werden die Vögel die Entwürfe der einzelnen Kunstwerke aus den Ateliers der Künstler in die Europastadt fliegen. „Der Taubenflug steht symbolisch für die Vernetzung”, so Matthias Grosche. Schließlich gab es Tauben vor der Bergbau-Epoche und heute immer noch.
Übrigens findet der Flug nicht nur real statt, sondern kann auch virtuell im World Wide Weg betrachtet werden. „Wir werden eine Website erstellen, auf der alle Stationen des Projektes nachvollzogen werden können”, haben die drei Organisatoren angekündigt.
Wir wünschen jedenfalls guten Flug!
Abgelegt unter Aktuelles, Top Ten | Keine Kommentare »
Erstellt von karin am Mittwoch 22. April 2009
Mit dem Jazz-Atlas Ruhr startet ein Multimedia-Projekt zur Jazz-Szene in der Metropole Ruhr. Eine CD-ROM in Kombination mit einer Internet-Plattform wird einen spannenden Überblick über die facettenreiche Jazz-Landschaft der Metropole Ruhr schaffen. In rund zwanzig Kapiteln zeichnet Autor Michael Rüsenberg, bekannt durch seinen WDR-3-Report über Jazzstädte in NRW und Radiosendungen, lokale, regionale und überregionale Jazz-Schauplätze auf der Landkarte ein. Zahlreiche O-Töne von über zwei Dutzend Gesprächspartnern und Musikproben vervollkommnen die musikalische Rundreise.
Zusammen mit zwei weiteren Jazz-Projekten stellte die RUHR.2010 GmbH den Atlas nun in Dortmund vor. “RuhrJazz.2010″ ist der Titel, unter dem die Kulturhauptstadt RUHR.2010 die Akteure der Szene vernetzen und unterstützen will.
Eines der Projekte ist “Grubenklang.Reloaded”. Mit Workshops und Konzerten schafft es Verbindungen zwischen dem Jazz der 80er Jahre und heute. Zu den führenden Köpfen des Projekts zählt der aus Bochum stammende und international agierende Komponist und Pianist Georg Graewe. Er setzte mit “Grubenklang” schon in den 80er Jahren musikalisch Akzente, die weltweit Beachtung fanden.
Der Dortmunder Jazzclub domicil ist das Zentrum des Projekts. In Bochum, Duisburg, Essen und Moers sollen weitere Konzerte und Workshops stattfinden.
Musikalisches Treffen von Metropole Ruhr und Europa
“jazzplayseurope” - so der Titel des anderen Projekts - soll die Metropole Ruhr mit den Nachbarländern vernetzen. Dazu ist geplant, Kooperationen zwischen Initiativen, Musikerkollektiven, Festivals und Netzwerken zu initiieren. Im vergangenen Jahr fanden bereits erste gemeinsame Konzerte in Brüssel, Amsterdam, Wroslav und Dortmund statt. Neben dem Austausch regionaler Projekte soll im November 2009 eine gemeinsame Tour durch Europa mit dem ersten jazzplayseurope-laboratory erfolgen. Dahinter verbirgt sich ein “working-Orchester ” aus Musikern der sechs Partnerorganisationen. Denn seit Dezember 2007 hat “jazzplayseurope” Kooperationspartner in ganz Europa: jazzlabseries aus Belgien, jazztopad aus Polen, domaine musiques aus Frankreich, Jazzwerkstatt Wien, trytone aus den Niederlanden und jazzwerkruhr.
Abgelegt unter Aktuelles, Top Ten | Keine Kommentare »
Erstellt von karin am Mittwoch 22. April 2009
Das Schauspiel Essen und das Schauspielhaus Bochum - letzteres ab August 2010 - haben ein neues Jugendstadtprojekt am Start: NEXT GENERATION – DIE ZUKUNFT DER STADT. Dafür arbeiten sie des weiteren mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 zusammen. Im Herbst 2010 wird die Uraufführung der finalen Produktion im Rahmen des Festivals MELEZ stattfinden.
NEXT GENERATION tritt die Nachfolge des Theaterprojekts HOMESTORIES – GESCHICHTEN AUS DER HEIMAT an, das aus der Zusammenarbeit des Autors und Regisseurs Nuran David Calis mit 20 Jugendlichen aus dem Essener Stadteil Katernberg entstand. Calis lebte dort im Herbst 2005 für ein halbes Jahr lang. Während dieser Zeit entwickelte er zusammen mit den Jugendlichen auf Basis ihrer Lebensgeschichten das Stück HOMESTORIES, das äußerst erfolgreich wurde. Die Jugendlichen selbst bstritten in der Casa des Schauspiel Essen fast 50 Aufführungen, die bundesweit für Aufsehen sorgten. HOMESTORIES wurde auf verschiedenen Festivals aufgeführt und an verschieden deutschen Bühnen eingeladen, unter anderem nach Stuttgart, ans Thalia Theater Hamburg und nach Berlin. Darüber hinaus erhielt es neben dem Bundespreis Soziale Stadt weitere Auszeichnungen.
Wie soll der Ort aussehen, an dem wir in Zukunft leben wollen?
NEXT GENERATION baut auf den Erfahrungen von HOMESTORIES auf: Es geht um die Suche nach der Zukunft der Stadt und den Visionen ihrer jungen Einwohner. Beteiligt sind nun Jugendliche aus dem Norden wie auch dem Süden des Ruhrgebiets. So entsteht ein Überblick über das Leben der Jugend in einer Stadt und den Wandel einer Region . „Wie sieht der Ort aus, an dem wir leben und wie soll der Ort aussehen, an dem wir auch in Zukunft leben wollen?“, dies sind die zentralen Fragen, auf die in erster Linie die Jugendlichen selbst ihre Antworten geben. Als nächste Generation werden sie schließlich den Wandel der Region fortführen. Damit werden sie und ihre Zukunftsvisionen maßgeblich bestimmen, wie das Leben der Menschen in der Ruhrregion in Zukunft aussieht.
Quer durchs Ruhrgebiet: von Essen bis Herne
NEXT GENERATION ist Stadtgrenzenüberschreitend. Über die Grenzen der einzelnen Stadt hinaus bezieht es das ganze Ruhrgebiet mit ein: Zentrum von NEXT GENERATION bilden Essen und Bochum, flankiert von Duisburg und Herne. NEXT GENERATION erzählt so nicht nur vom Leben in einem bestimmten Quartier oder einer einzelnen Stadt. Es schafft über die gemeinsame Projektarbeit eine Verbindung zwischen Jugendlichen im Ruhrgebiet - von Nord nach Süd und von West nach Ost.
Abgelegt unter Aktuelles | Keine Kommentare »
Erstellt von administrator am Mittwoch 18. Februar 2009

Zeche Bonifacius: Die Weinzeche Essen
Zeche Bonifacius zählt zu den schönsten unter Denkmalschutz stehenden Zechengebäuden im Ruhrgebiet. Seit 1997 ist das Industriedenkmal die Heimat der Weinzeche, die in der ehemaligen Turbinenhalle mit einem der größten Weinsortimente im Revier lockt. Für den Käufer vor Ort bietet die alte Halle so ein einmaliges Ambiente
Der Versandhandel beliefert von hier aus bundesweit Kunden, die in einem fast 200-seitigen Katalog oder im Online-Shop www.weinzeche.de auswählen. Die Weinzeche folgt mit ihrem Sortiment einer klar definierten Firmenphilosophie: Weine nicht nur für Etikettentrinker und abseits vom Mainstream, die sich in erster Linie durch ein herausragendes Preis-/ Genuss-Verhältnis auszeichnen. Gleich im zweiten Jahr ihres Bestehens wurde die Weinzeche dafür als „Weinhandlung des Jahres“ ausgezeichnet. Bei großen Verkostungen der Fachzeitschriften landen Weinzeche-Weine fast immer auf vorderen Plätzen. Weiterlesen »
Abgelegt unter Ruhr Unternehmer, Top Ten | Keine Kommentare »
Erstellt von administrator am Mittwoch 18. Februar 2009

vE&K Werbeagentur für den Mittelstand
Seit gut 13 Jahren betreut die Essener Werbeagentur vE&K erfolgreich Unternehmen verschiedenster Branchen. Die Bandbreite reicht von Handel, Banken, Immobilien, Medizin, Maschinenbau bis zu Weiterbildung und Qualifizierung.
Durch den Standort im Herzen des Ruhrgebiets stammen die meisten der Kunden von vE&K aus den umliegenden Städten der Region wie Duisburg, Dortmund, Oberhausen, Krefeld oder Düsseldorf. Auch wenn die Werbeagentur vE&K sich nicht nur auf NRW beschränkt, sondern deutschlandweit agiert, bleibt sie primär eng mit dem Ruhrgebiet verbunden. Weiterlesen »
Abgelegt unter Ruhr Unternehmer, Top Ten | Keine Kommentare »
Erstellt von karin am Montag 16. Februar 2009
!SING – DAY OF SONG mit Bobby McFerrin und Steven Sloane
Anlässe zum Feiern wird es im Kulturhauptstadt Jahr 2010 viele geben. Ein richtiger Feiertag wird allerdings Samstag, 5. Juni 2010 sein: Dann wird die ganze Metropole den !SING – DAY OF SONG begehen. Tausende Sängerinnen und Sänger aus den 53 Revierstädten, zahlreichen Nachbarstädten sowie Chöre der Partnerstädte der Metropole Ruhr kommen zusammen zur singenden Metropole Ruhr. Weiterlesen »
Abgelegt unter Aktuelles | Keine Kommentare »
Erstellt von karin am Freitag 13. Februar 2009

Die Schönheit der großen Straße
Auf Barcode A40 können User die neuen Lärmschutzwände an der Autobahn 40 bei Bochum-Wattenscheid mitgestalten!
Die A40 ist die zentrale Verkehrsader des Ruhrgebiets: Über 120.000 Fahrzeuge fahren hier täglich, zehntausende Menschen wohnen und arbeiten direkt an der Trasse. Eine Fernstraße, die durch so dicht bebauten Raum verläuft, ist immer auch Teil der Stadt. Inspiriert durch die Ideen der Kulturhauptstadt 2010 will Straßen. NRW daher zusammen mit den Städten und dem Land Nordrhein-Westfalen die A40 besser in den Stadtraum integrieren. Das Projekt trägt den Titel „Die Schönheit der großen Straße“.
Weiterlesen »
Abgelegt unter Aktuelles | Keine Kommentare »
Erstellt von karin am Freitag 13. Februar 2009
Abgelegt unter Aktuelles | Keine Kommentare »
Erstellt von karin am Freitag 13. Februar 2009

Die weltweit erste Biennale für Internationale Lichtkunst nimmt Gestalt an. Das Kulturhauptstadt-Projekt präsentiert vom 28. März bis 27. Mai 2010 Werke der Lichtkunst in privaten Wohnungen und Häusern der Städte Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Hamm, Lünen und Unna.
Unter dem Motto “open light in private spaces” sind rund 60 internationale Künstler eingeladen, die privaten Räume ins rechte künstlerische Licht zu setzen und Kunst zwischen Wohnzimmer und Keller zu inszenieren. Darunter sind u.a. Angela Bulloch, Tracey Emin, Jenny Holzer, Mischa Kuball, Pipilotti Rist, Saburo Teshigawara, Rosemarie Trockel und Jun Yang.
Abgelegt unter Aktuelles | Keine Kommentare »